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13/06/2016

In vielen Chefetagen wird die Auszeit noch kritisch gesehen ,

In vielen Chefetagen wird die Auszeit noch kritisch gesehen

Markus Weber

Geschäftsführender Gesellschafter, Dr. Maier + Partner

Markus Weber
  • Sabbaticals sind bei deutschen Arbeitnehmern so beliebt wie nie
  • Doch im Mittelstand sind diese mit hohem Aufwand verbunden
  • Eine gut vorbereitete Auszeit kann den Karriereknick verhindern

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Dem Stress im Alltag entfliehen, Reisen, sich selbst verwirklichen – eine Auszeit vom Job ist derzeit in Deutschland so gefragt wie noch nie. Dies bestätigt auch eine Studie des Meinungsforschungsinstituts Fittkau & Maaß. Von den befragten 2100 Personen gaben 43 Prozent an, im Jahr 2016 zwischen drei und sechs Monaten pausieren zu wollen. Nahezu ein Drittel der Befragten möchte die Auszeit auf ein Jahr ausdehnen. Aber bedeutet ein Sabbatical auch gleichzeitig einen Knick für die eigene Karriere?

Großunternehmen kompensieren Abwesenheiten leichter

Grundsätzlich muss man das Thema Sabbatical differenziert betrachten – denn in vielen Chefetagen wird die berufliche Auszeit immer noch sehr kritisch gesehen. Nach außen werden die Vorbehalte jedoch hinter einer positiven Rhetorik versteckt. In großen Konzernen stoßen Arbeitnehmer eher auf offene Ohren als im Mittelstand, wenn es um eine Pause im Job geht. Der Grund ist einfach: In mittelständischen Unternehmen sind die Strukturen anders gelagert: Das Gewähren eines Sabbaticals ist oftmals mit einem hohen organisatorischen Aufwand verbunden. Die übrigen Mitarbeiter müssten viel leisten, um den zeitlich begrenzten Weggang aufzufangen. In vielen Großunternehmen ist es leichter, die Abwesenheit durch Umbesetzungen auszugleichen.

Ein enger Kontakt zur Firma muss gepflegt werden

Zudem ist es auch wichtig, was der Arbeitnehmer in seiner Auszeit unternimmt. Kann der Mitarbeiter nachweisen, dass er etwas tut, wovon auch sein Unternehmen langfristig profitiert, und so einen Mehrwert schafft, ist der Arbeitgeber eher bereit, sich dem Thema zu öffnen. Gleichzeitig sollte der Mitarbeiter während seiner Abwesenheit unbedingt engen Kontakt zu seinem Arbeitgeber halten, um die Distanz nicht allzu groß werden zu lassen. Jeder Mitarbeiter hat so die Möglichkeit, gegenüber dem Unternehmen durch seine Art und Weise der Kommunikation deutlich zu machen, dass er nicht gänzlich weg ist, sondern eben nur vorübergehend.

So kann einem Karriereknick zwar teilweise entgegengewirkt werden, zurück bleibt jedoch immer die Unsicherheit: Kann ich wieder genau an diesem Punkt im Unternehmen anknüpfen, wo ich aufgehört habe? Hat sich meine Vertretung vielleicht besser bewährt als ich? Welche Entwicklungen habe ich verpasst? Das sollte man berücksichtigen, wenn man seinen Traum von einer Auszeit Realität werden lassen möchte.

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